Eindrücke aus dem Lotsenaustausch

Was passiert eigentlich, wenn sich Lotsinnen und Lotsen aus unterschiedlichen Unternehmen an einen Tisch setzen? Genau das haben wir am 24. Juni 2025 erlebt — und zwar mit vielen ehrlichen Einblicken, praxisnahen Tipps und dem ein oder anderen Aha-Moment!

Offenheit statt Gerüchteküche

Gleich zu Beginn wurde klar: Kommunikation ist der Dreh- und Angelpunkt. Ob über Aushänge, lockere Frühstücksrunden oder mobile Sprechstunden — Hauptsache, die Belegschaft weiß, was in den Arbeitsgruppen passiert. Gerüchte lassen sich zwar nie ganz vermeiden, aber mit klarer, regelmäßiger Info können sie ordentlich eingedämmt werden.

Kleine Schritte, große Wirkung

Viele Arbeitsgruppen stehen noch am Anfang, kämpfen mit Widerständen oder eingefahrenen Strukturen. Dabei zeigte sich: Es muss nicht immer die ganz große Lösung her! Manchmal reicht es schon, informelle Regeln endlich einmal festzuschreiben — etwa, wann genau in Wochen mit Feiertagen gearbeitet wird. So wird Transparenz geschaffen, Diskussionen reduziert und die Zufriedenheit erhöht.

Reflexion: Selbstkritisch, aber konstruktiv

Ein Highlight war die Reflexion der eigenen Rolle als Lotse oder Lotsin. Dabei ging es nicht nur um Selbstlob (auch wenn das ab und zu gut tut!), sondern vor allem um Fragen wie: „Was läuft gut?“, „Wo möchte ich noch besser werden?“ und „Brauche ich Unterstützung?“. Die Devise: Nur wer sich selbst reflektiert, kann auch andere erfolgreich durch Veränderungsprozesse lotsen.

Retrospektive: Stärken feiern, Herausforderungen erkennen

Die Teilnehmenden haben ihre Erfahrungen im Projekt ShiftLifeBalance gemeinsam betrachtet:

  • Netzwerken stärkt nicht nur die eigene Perspektive, sondern bringt frischen Wind ins Unternehmen.<o:p></o:p>
  • Kleine Erfolge verdienen Applaus – niemand sollte auf das große Wunder warten!<o:p></o:p>
  • Regelmäßige Treffen und verschriftlichte Absprachen sorgen für Verlässlichkeit und Klarheit.<o:p></o:p>
  • Auch Themen wie Kinderbetreuung oder Unternehmenskultur wurden als zentrale Bausteine für gelingende Schichtarbeit erkannt.<o:p></o:p>

Tipps aus der Praxis für die Praxis

Zum Abschluss gab es wertvolle Empfehlungen:

  • Arbeitsgruppen sollten vielfältig besetzt sein — vom Schichtmitarbeitenden über die Leitung bis zum Betriebsrat.<o:p></o:p>
  • Ein Kick-off allein reicht nicht: Workshops zur Rollenklärung und Aufgabenverteilung sind entscheidend.<o:p></o:p>
  • Vorschläge sollten immer mit einem klaren Ziel, einem Weg dorthin und dem Mehrwert präsentiert werden — quasi wie im Ideenmanagement.<o:p></o:p>

Neugierig geworden?

Dann holen Sie sich uns doch direkt für eine individuelle Inhouse-Schulung ins Unternehmen. Wir – Linda Ruß (lruss@rkw-sachsen.de; RKW Sachsen) und Melanie Trommer (m.trommer@atb-chemnitz.de;  ATB Chemnitz) sind für Sie da!